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COBRA III 4WD Offroad Buggy
Der Cobra Offroad Buggy ist ein Dauerbrenner im Modellbau Programm von Conrad Electronic, und dazu auch noch universell. Gleich vier verschiedenen Modell Versionen hält man in Hirschau von dem 1:10er-Buggy parat: in einer 2WD- bzw. 4WD-Ausführung, jeweils mit oder ohne eingebauter RC-Anlage. Allen gemeinsam ist eine Auslieferung in komplett vormontiertem Zustand mit lackierter und verzierter Karosse.
Grundlage für den Test war die vormontierte 4WD-Version ohne RC-Anlage. Eine attraktive Kombination für alle, die Pistolengriff Fernsteuerung neben Empfänger und Servo schon besitzen und zu schätzen wissen, dass vier angetriebene Räder für noch heftigeren Vortrieb sorgen als es zwei schon können.
Lieferumfang/Modell
Der giftgrüne Cobra Buggy ist im giftgrünen Karton mit zwei Kabelbindern sicher festgehalten. Das gedrungene, bullige Aussehen und die große Bodenfreiheit von 35 mm machen den Cobra Offroad Buggy zum kraftstrotzenden Hingucker.
Mit zum Lieferumfang gehören neben einer superausführlichen Bedienungs- und Montageanleitung ein Kleinteilebeutel mit Spritschlauch, Luftfilter, Kugelköpfe für den Anschluss des Lenkservos und die Gestängemimik für Gas und Bremse. Der Rest ist fertig montiert. Selbst der Verbrenner Motor hat schon im Chassis Platz genommen, der dazugehörende Resonanzrohr-Alu-Schalldämpfer ist mit Silikonschlauch betriebsfertig angeschlossen.
Der Aufbau des Chassis aus 2-mm-Alu ist doppelstöckig und dadurch sehr steif. Als Verbinder zwischen den beiden Ebenen dienen Alu-Distanzrollen mit M3-Innengewinde, in die Senkkopfschrauben eingreifen. Der Unterboden ist, von den vier Motorbefestigungsschrauben einmal abgesehen, spiegelglatt. Die untere Aluplatte reicht von Vorder- bis Hinterachse und ist so breit wie das Fahrzeug. An ihr finden außerdem Motor, Kupplung, Getriebe, Auspuff und Tank Halt.
Die obere Platte reicht über die halbe Fahrzeugbreite von Vorder- bis Hinterachse und steift das Chassis zu einer festen Rahmenkonstruktion aus. Als Antrieb dient ein X-Race von Force Engine mit stattlichen 3,0 cm³ Hubraum, der seine bullige Kraft über Fliehkraftkupplung und einstufiges Getriebe über Kardanwellen an Vorder- und Hinterachs-Differenzial überträgt. Seiner Bestimmung übergeben wird das Motordrehmoment an Reifen mit 80 mm Durchmesser und Breite, mit Spikes nur so übersäht und werksseitig bereits an fünfspeichigen Kunststofffelgen verklebt.
An beiden Achsen befinden sich Alu-Öldruckstoßdämpfer, an der Vorderachse sind zudem Sturz und Spur individuell einstellbar. Eine staub- und spritzwasserdichte RC-Box sowie ein 100-ml-Tank mit Schnelltankverschluss vervollständigen das Ganze.
Gemessen an der technischen Ausstattung und der Fülle der Einstellmöglichkeiten steht die Cobra III 4WD damit an der Schwelle zum Profi-Buggy und empfiehlt sich wärmstens als Einstieg in die Verbrenner Buggy Szene mit dauerhafter Freude am Fahren.
Restarbeiten
Wer eine Cobra III mit montierter RC-Anlage ordert, kann das folgende Kapitel getrost überspringen. Alle anderen finden sich mit Schraubendreher, zwei Servos, einem kleinen Empfänger, dazu gehörigem Schalterkabel, Akku und rund zwei Stunden Zeit zusammen mit der Bauanleitung am Küchentisch ein.
Es gilt gemäß ausführlicher Bauanleitung den Lenk- und Gasservo einzubauen, den Empfänger in ein wenig Schaumstoff in die RC-Box zu betten und die Gestängemimik für Gas und Bremse einzustellen. Die Anleitung nimmt einen sprichwörtlich an die Hand, und wer keine zwei linken Hände hat, hat am Ende fast schon automatisch einen fahrfertigen und 1.800 g leichten Cobra III Verbrenner Offroad Buggy vor sich stehen.
Für den Kühlkopf des Verbrennermotors steht am Ende noch das Einarbeiten der einzigen wirklich notwendigen Öffnung in der fertig lackierten Karosserie an, wenn man sich denn später nicht zu schade ist, zum Tanken und Anlassen des Motors die Karosse abzunehmen. Wem das lästig ist, der muss eben zwei weitere Öffnung einarbeiten.
Praxistest
Ein Drucknippel im Tank beförderte den mit max. 5 % Nitro versehenen Sprit für die ersten Tankfüllungen Richtung Vergaser. Danach den Glühstick aufstecken und mit kurzen Bewegungen aus dem Handgelenk heraus den Motor anwerfen. Dabei bitte nie in Rasenmähermanier dem Reversierstarter seinen Freilauf aus dem Leib reißen! Wenn der Motor genügend Sprit hat und die Kerze glüht, dann läuft er auch!
Die werkseitige Voreinstellung der Vollgasnadel rundet das gute Gesamtbild des Cobra Offraod Buggys ab. Auf der sicheren, fetten Seite war sie vorjustiert. Nach einigen Tankfüllungen im gemäßigten Fahrstil wurde sich anschließend an die optimale Gemischeinstellung herangetastet und damit auch der Tiger aus dem Tank gelassen.
Die Cobra macht ihrem Namen nämlich alle Ehre. Mit sicherem Leerlauf lauert sie darauf, blitzschnell loszuschnellen, wenn der Finger den Gashebel am Sender durchzieht. Auf losem Untergrund bleibt dieses Unterfangen allerdings nicht unbemerkt, denn mit der Cobra kann man es darauf so richtig krachen lassen. Powerdrifts mit Gasstößen zur Korrektur der „Flugbahn“ sind eines ihrer Reviere. Ein weiteres ist das zackige und vor allem spurtreue Durchbeschleunigen aus dem Stillstand bis zur Höchstgeschwindigkeit, die bei rund 50 km/h liegt, je nach Beschaffenheit des Untergrunds.
Über lange Bodenwellen hinweg klebt das Verbrenner-Reptil förmlich am Boden, und wenn der Kontakt zu Mutter Erde beim Sprung über kürzere Wellen mal verloren geht, beißt sie sich nach der Landung sofort wieder fest und schiebt mit allem nach vorne, was der Motor zu leisten vermag. Bei längeren Sprüngen nimmt sie die Nase sofort nach unten, und selbst mehrfache Überschläge am Ende einer verkorksten Landung konnten bislang weder die Radaufhängungen verzweifeln lassen noch den Motor daran hindern, weiter zu laufen.
Unser persönlicher Favorit ist allerdings das Powerdriften auf losem Untergrund, einfach, weil der Motor irre direkt am Gas hängt, jeden Gasstoß unverzögert umsetzt und die Vorderräder dabei nie die Orientierung verlieren.
Fazit
Eine Schlange, die abgeht wie „Schmidt’s Katze“!
Technische Daten
Abmessungen: 390 mm x 240 mm; Gewicht unbetankt 1.700 g; Motor X-Race, 2,8 cm³; Tankinhalt 100 ml; Vmax, 40km/h.
Quelle: Conrad Modellbau Club
Hier geht es direkt zu den Conrad Angeboten:
Cobra II 2WD o. RC Best.-Nr. 22 71 80-56
Cobra II 2 WD RTR Best.-Nr. 22 31 70-56
Cobra III 4WD o. RC Best.-Nr. 22 64 70-56
Cobra III 4WD RTR Best.-Nr. 22 64 71-56
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